Unternehmensmediation – Fallbeispiel Homeoffice

Liebe Interessierte, ich möchte Ihnen hier Fallbeispiele nennen, die mittels Mediation begangen werden können. Die Beispiele sind natürlich fiktiv. Ich unterscheide hier zwischen Mediationen in Unternehmen und Mediationen zwischen Privatpersonen.

Fallbeispiele:
Fremdgehen: Wenn ein Seitensprung die Beziehung erschüttert
Unternehmensmediation: Streit im Homeoffice

Fallbeispiel Homeoffice. Wenn es einen Konflikt gibt.

Setting:
Firma A hat mehrere Angestellte, die im Homeoffice arbeiten.
Herr B und Frau C arbeiten remote zusammen, sind aber viele Kilometer weit auseinander, so dass deren Kommunikation im Kern aus E-Mail schreiben und selten mal telefonieren besteht.

Bei einem Auftrag, den B und C gemeinsam bearbeiten, kommt es zu Problemen, die B und C nicht vernünftig lösen und versuchen, sich gegenseitig in die Schuhe zu schieben.

C wendet sich dabei an das Personalbüro der Firma. Dieses versucht, die Probleme durch weisenden Eingriff in den Griff zu bekommen. Dieses misslingt aber.

Der Konflikt zwischen B und C und mittlerweile auch Firma A spitzt sich zu, so dass auch die Anzahl der Krankheitstage steigt. Natürlich kann nicht mit Klarheit gesagt werden, dass der Konflikt hiermit zu tun hat.
Auch gibt es erste Kunden, die sich über die Kommunikation mit der Firma beschweren.
Somit ist neben den Krankheitstagen auch das Risiko eines Kunden- und damit Auftragsverlustes hoch.

Es wird nach möglichen Lösungen gesucht.

Eine Möglichkeit ist, die beiden Mitarbeitenden arbeitstechnisch zu trennen. Hier besteht allerdings das Risiko, dass auch die folgenden Mitarbeitenden sich in eine Konfliktsituation hineinziehen lassen könnten, denn der Rest des Teams harmoniert wunderbar.

Eine zweite Möglichkeit ist, sich von einer der beiden Personen zu trennen. Doch beide Personen haben eine hohe Fachkompetenz. Nebenbei würde auch eine Abfindung Geld kosten und vermutlich eine rechtliche Auseinandersetzung nach sich ziehen.

Die dritte Möglichkeit ist eine Mediation.

Mediationen können sowohl vor Ort als auch remote über viele Kilometer hinweg via Videotelefonie erfolgen.

Die Wahl eines freien, freiberuflichen Mediators hat in diesem Konstrukt den Vorteil, dass sich alle Beteiligten frei darauf einlassen können. Die Diskretion eines mediativen Prozesses bleibt gewahrt. So können sowohl Person B als auch Person C in Einzelgesprächen alles auf dem Tisch legen und sogar zu den Abläufen der weisungsbefugten Firma A ihre Themen erzählen. Diese Einzelgespräche bleiben vertraulich.

In einem eröffnenden Gespräch des Mediators mit B und C wird der zur Eskalation führende Vorfall von allen Seiten aus beleuchtet. Auch hier ist es wichtig zu wissen, dass keinerlei Informationen aus diesem vertraulichen Gespräch in Richtung Arbeitgeber gehen. Dies ist wichtig, damit die Medianden Vertrauen fassen und so das Fundament gelegt wird, der Eskalation zu begegnen und diese beizulegen.
Wichtig beim Beleuchten des Vorfalls ist, dass B und C jeweils ausreden dürfen, ohne sich gegenseitig zu unterbrechen.
Es wird analysiert, wie es kommen konnte, dass dieser Vorfall eine Eskalationsspirale ausgelöst hat. Die Hintergründe werden beleuchtet und häufig treten hier schon die ersten Aha-Effekte beim Gegenüber auf.
Ein erster Grundstein zur Befriedung der Situation ist gelegt.

Verschiedene Themen und Interessen werden geöffnet, betrachtet.
Am Ende der Mediation (die u.U. auch mehr als ein Termin benötigt) wird gemeinsam ausgearbeitet, wie das zukünftige Zusammenarbeiten aussehen soll. Eine Vereinbarung wird getroffen.

Der Arbeitgeber wird über den Erfolg oder den Misserfolg unterrichtet.
Auch für die Zukunft stehe ich als Mediator bei auftauchenden Konflikten wieder mediativ zur Seite. So können sich die Mitarbeiter schnell wieder aufs Tagesgeschäft konzentrieren. Denn: ein Konflikt kostet Ressourcen: Zeit, Gesundheit, Geld.

Lassen Sie uns sprechen und übergeben Sie mir den Konflikt, damit Sie sich wieder auf Ihr Kernthema, das Tagesgeschäft kümmern können. Ihr Mediator.


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