In meinem Urlaub hatte ich Zeit, intensiv das Buch „Wie Partnerschaft gelingt – Spielregeln der Liebe“ von Hans Jellouschek durchzuarbeiten.
Besonders inspirierend fand ich seine Gedanken dazu, warum Partnerschaften mit der Zeit in Langeweile und Routine abdriften können. So strebt eine Partnerschaft mit zunehmender Vertrautheit in Richtung Bindung und Sicherheit, in der das Paar jedoch zu einer undifferenzierten Einheit werden kann. So erstrebenswert dieser Zustand auch ist, weil er den Alltag vorhersehbar macht und die Beziehung als einen sicheren Hafen empfinden lässt, kann dieser Zustand letztlich in Langeweile und Überdruss umschlagen. Der Partner oder die Partnerin wird uninteressanter oder bekommt eine Stellung, die eher mit einem Bruder oder eine Schwester vergleichbar wäre.
Leidenschaft und auch Erregung lässt sich eher in Fremdheit finden, denn diese macht neugierig und weckt eine gewisse Faszination für das Gegenüber. Man weiß nicht, was einen erwartet oder wie die Partnerperson reagiert. Die Kunst besteht darin, in seiner Partnerperson diese Faszination und Neugier aufeinander zu erhalten oder neu aufleben zu lassen. Dies gelingt, wenn ein gewisses Maß an Eigenständigkeit erhalten bleibt oder wenn Dinge immer mal wieder neu oder anders erlebt werden.
Dazu, wie das gelingen kann, finden Sie in meinem Workshopangebot immer wieder Veranstaltungen, die sich mit dieser Thematik befassen. Sie finden diese unter: Veranstaltungen
Eine weitere Ursache kann sein, dass sich ein Paar im Trubel des Alltags zusätzlich aus dem Blickfeld verloren hat. Der Paartherapeut und Theologe empfiehlt hierzu, wieder bewusste Momente der Zuwendung zu schaffen. Inseln für Spiel und Muße zu integrieren kann als weitere Methode für eine (wieder) erfüllende Partnerschaft angewendet werden.
Wachstumskrisen in der Partnerschaft
Auch Jellouscheks Blick auf Krisen als Wachstumskrisen wird mich in meiner Arbeit mit meinen Klient*innen weiterhin begleiten, denn Krisen können auf Defizite innerhalb der Partnerschaft hindeuten und aufzeigen, was einem Paar eigentlich wichtig ist, was sie bewahren wollen und was sich verändern darf. Die Energie, die in einer Krise steckt, kann genutzt werden, um neue Wege und neue Einstellungen zu finden und zeigen, an welchen Stellen eine Schieflage ausgeglichen werden kann, um die Beziehung wieder bewusster zu gestalten. Wichtig ist ebenfalls, sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass es nach einer überwundenen Krise wieder so sein wird, wie zuvor. Die wieder erlangte Sicherheit und Stabilität ist verändert, neu und wird im Idealfall zu einer besseren Version dessen, wie es vorher war.
Um das zu erreichen, braucht es mitunter einen Blick von außen. Professionelle Unterstützung kann dabei sinnvoll sein. Ich begleite mit einer Paartherapie Paare dabei, neue Perspektiven zu entwickeln, festgefahrene Muster zu verstehen und gemeinsam neue Wege zu erarbeiten – damit sie gestärkt aus einer Krise hervorgehen können. Es ist wieder spannend, wie neue Impulse den eigenen Blick auf Beziehungen verändern können – und wie viel Entwicklung möglich wird, wenn beide bereit sind, daran zu arbeiten.
Aus diesem Grunde erfrage ich bei unverbindlichen telefonischen Erstgespräch bestimmte Parameter ab, nach denen ich einen Eindruck bekomme, wo Sie als Paar stehen und über welche Ressourcen und Potentiale Sie als Paar verfügen, um die Krise zu überwinden. Das können manchmal aus Ihrer Sicht Kleinigkeiten sein, doch ich lege diese Juwelen frei und unterstütze Sie dabei, durch diese wieder neuen Glanz in Ihre Beziehung bringen zu können.
Detaillierte Informationen über meine Arbeit im Bereich Paartherapie finden Sie hier.
Hier können Sie direkt ein unverbindliches telefonisches Erstgespräch vereinbaren:





